
Kanzlei für Sozial- und Familienrecht, Köln: Instagram auf die passenden Themen umgestellt, LinkedIn für Unternehmen und Selbstständige aufgebaut
Kurzfassung
Die inhabergeführte Kanzlei bekam über Instagram vor allem Anfragen zu Themen, die sie nicht bearbeitet.
Die Ursache lag in der Strategie: Die Beiträge behandelten die falschen Themen, und die Mandanten, die die Kanzlei braucht, suchen auf Instagram kaum nach einer Kanzlei.
Als Marketingberaterin und Interim CMO habe ich die Themen auf Instagram neu ausgerichtet und LinkedIn als Kanal für Unternehmen und Selbstständige aufgebaut. Das Team der Kanzlei setzt beides heute selbst um.
Kundenprofil
Rechtsanwaltskanzlei für Sozialrecht, Sozialversicherungsrecht und Familienrecht in Köln. Inhabergeführt, zwei Anwältinnen, Assistenz, Fallbetreuung und Social Media in Teilzeit. Mandanten in ganz Deutschland.
Ausgangslage
Pro Monat kamen 20 bis 30 Anfragen, die Kanzlei nahm 1 bis 2 davon an. Die meisten passten thematisch nicht, weil die Beiträge auf Instagram Themen behandelten, die genau solche Anfragen anzogen.
Jede Anfrage las und sortierte die Inhaberin selbst. Die Mandate, die die Kanzlei eigentlich wollte, zum Beispiel Beitragsrecht, Statusfeststellungsverfahren, Scheinselbstständigkeit und Vertragsgestaltung, kamen über Instagram kaum. Die Website brachte keine einzige Anfrage. Gleichzeitig kam mit einer neuen Anwältin das Familienrecht dazu.
Aufgabe
Weniger Anfragen zu Themen, die die Kanzlei nicht bearbeitet, und mehr Mandate von Unternehmen und Selbstständigen, umgesetzt vom eigenen Team.
Umsetzung
Stufe 1, Instagram auf die richtigen Themen. Positionierung und Themen neu festgelegt, damit die Beiträge die Mandanten ansprechen, die die Kanzlei annimmt. Neues Design, feste Rubriken, drei Beiträge pro Woche. Das Familienrecht bekam einen eigenen Platz. Das Team habe ich geschult, es setzt seitdem selbst um.
Stufe 2, LinkedIn für die Mandate, die Instagram nicht bringt. Profil neu aufgesetzt und Ansprache aufgebaut, zum Beispiel für IT-Freelancer mit Fragen zur Scheinselbstständigkeit. Das Team führt die Ansprache selbst.
Stufe 3, Website und Anfrageprozess. Zuerst für Menschen gebaut, die die Kanzlei noch nicht kennen: Bewertungen, klare Spezialisierung, ein einfacher erster Schritt. Danach für Menschen mit Kontakt oder Empfehlung: kurzer Weg zur Anfrage, Formular statt Direktnachricht.
Meine Rolle: Strategie, Schulung des Teams, Koordination.
Aufwand der Inhaberin: ein Interview und Freigaben.
Ergebnis
Instagram: rund 1.000 neue Follower, die in die Projekte der Kanzlei weitergehen.
LinkedIn: Unternehmen und Selbstständige als neue Zielgruppe erreicht.
Team: setzt Instagram und LinkedIn selbst um.
Kundenstimme
„Früher kamen viele Anfragen, mit denen wir nichts anfangen konnten, und ich habe jede selbst aussortiert. Ich hatte Angst vor einem Konzept für die Schublade. Inga hat mit meinem Team und mit unseren Mitteln gearbeitet, ich musste nur freigeben. Heute erreichen wir über LinkedIn Unternehmen, an die wir vorher nicht rankamen.“
Ausblick
Falsche Anfragen haben ihre Ursache meist in der Strategie: Beiträge ziehen genau die Menschen an, über deren Themen sie sprechen. Und jeder Kanal erreicht seine eigenen Mandanten. Instagram bringt der Kanzlei Privatpersonen mit akutem Anliegen, LinkedIn Unternehmen und Selbstständige.